16 September 2026 Neuigkeiten
Ein belebtes Demofeld, intensive Fachgespräche und wertvolle Einblicke in aktuelle Markt- und Züchtungsthemen: Die Discovery Field Days 2026 von Enza Zaden in Dannstadt lockten knapp 500 Besucherinnen und Besucher aus Gemüsebau, Handel, Industrie und Fachpresse nach Rheinland-Pfalz. Im Mittelpunkt standen nicht nur über 220 Gemüsesorten im Feld, sondern vor allem der persönliche Austausch über die Herausforderungen und Chancen des modernen Gemüsebaus.
Die Veranstaltung bot den Gästen die Möglichkeit, neueste Sortenentwicklungen direkt unter Praxisbedingungen zu erleben und mit Expert:innen aus Züchtung, Produktmanagement und Forschung ins Gespräch zu kommen. Besonders gefragt waren dabei Lösungen, die Erzeugern mehr Sicherheit im Anbau bieten und gleichzeitig den steigenden Anforderungen von Markt und Verbrauchern gerecht werden.
Ein zentrales Thema des Feldtags war die zunehmende Bedeutung von Resistenzen im Gemüsebau. Unter dem Titel „Resistance Makes the Difference“ stellte Produkt Manager Paul Huijs aktuelle Entwicklungen im Bereich Nasonovia-resistenter Eissalate vor. Die Besucherinnen und Besucher erhielten Einblicke, wie moderne Resistenzzüchtung dazu beitragen kann, Anbaurisiken zu reduzieren und gleichzeitig eine stabile Produktqualität sicherzustellen.
Großes Interesse weckte auch der Vortrag „Kürbisqualität abseits vom Feld: Erkenntnisse & Einblicke in unsere Post-Harvest-Arbeit“ von Babette van der Kloet, Research Manager Global Marketing. Anhand des Hokkaido-Kürbisses zeigte sie eindrucksvoll, wie entscheidend die Zeit nach der Ernte für die spätere Produktqualität ist.
Im Fokus standen Untersuchungen zu Lagerfähigkeit, Geschmack, Textur und Verbraucherakzeptanz. Mithilfe von Labormessungen, sensorischen Analysen und Verbrauchertests gewinnt Enza Zaden wertvolle Erkenntnisse darüber, welche Eigenschaften entlang der gesamten Wertschöpfungskette relevant sind. Dabei werden die Anforderungen von Erzeugern, Handel, Verarbeitern und Verbrauchern gleichermaßen berücksichtigt.
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf dem Potenzial des Hokkaido-Kürbisses. Obwohl sich die Kultur in Nordwesteuropa in den vergangenen Jahren erfolgreich entwickelt hat, sehen die Experten weiterhin attraktive Wachstumsmöglichkeiten. Gleichzeitig wurde deutlich, welchen Einfluss Faktoren wie Erntezeitpunkt, Reifegrad und Lagerbedingungen auf Haltbarkeit, Geschmack und Vermarktungsfähigkeit haben.
Auch innovative Vermarktungsansätze, beispielsweise im Bereich Fresh-Cut-Kürbis, wurden vorgestellt. Die Präsentation machte deutlich: Qualität endet nicht mit der Ernte. Erst das Zusammenspiel von Züchtung, Post-Harvest-Forschung und Verbraucherforschung schafft die Grundlage für Produkte, die den Erwartungen des Marktes langfristig gerecht werden.
Mit ihrem Vortrag „Züchtung und Bio-Kompetenz: Innovative Genetik für den biologischen Anbau“ gab Dr. Melanie Molnar, Produkt Managerin Organic, einen Einblick in die Aktivitäten von Enza Zaden und Vitalis im ökologischen Gemüsebau.
Im Fokus stand die Entwicklung innovativer Sorten, die speziell auf die Anforderungen des Bioanbaus zugeschnitten sind. Vorgestellt wurden unter anderem Fortschritte bei Resistenzen gegen wichtige Krankheiten und Schädlinge sowie aktuelle Entwicklungen in der Salat- und Kürbiszüchtung. Gleichzeitig beleuchtete der Vortrag die Herausforderungen, vor denen die Gemüsezüchtung künftig steht: Klimastress, neue Schaderreger, veränderte Verbraucherbedürfnisse und steigende Anforderungen an Nachhaltigkeit erfordern kontinuierliche Investitionen in Forschung und Innovation.
Neben den Fachvorträgen zog auch die traditionelle Kürbisausstellung viele Besucher an und bot zahlreiche Anknüpfungspunkte für Gespräche über Markttrends, Sortenentwicklungen und Absatzpotenziale. Zudem gab es auch in diesem Jahr wieder eine reichhaltige Fruchtgemüseausstellung mit Tasting und ToBRFV resistenten Tomatensorten.
Vor allem aber stand der persönliche Austausch im Mittelpunkt der Discovery Field Days. Die vielen Fachgespräche auf den Feldern, im Ausstellungsbereich und rund um die Vorträge zeigten einmal mehr, wie wichtig der direkte Dialog zwischen Züchtung, Praxis und Markt ist.
Enza Zaden bedankt sich herzlich bei allen Besucher:innen, Partnern sowie Referent:innen für einen erfolgreichen Feldtag und freut sich bereits auf die nächste Ausgabe der Discovery Field Days.